
August Strindberg
De la mer au cosmos
Der renommierte Schriftsteller und Dramatiker August Strindberg (1849–1912) zählt auch zu den größten schwedischen Malern. Mit der Unterstützung renommierter Institutionen wie dem Nationalmuseum und dem Nordiska Museet in Stockholm sowie dem Musée d’Orsay in Paris und bedeutenden Privatsammlungen präsentierte das Musée cantonal des Beaux-Arts de Lausanne erstmals in der Schweiz eine umfassende Auswahl an Meisterwerken dieses Künstlers.
Von den frühen 1870er-Jahren bis an die Schwelle des 20. Jahrhunderts experimentierte Strindberg autodidaktisch mit Malerei und Fotografie – sowohl in Schweden als auch während seiner „freiwilligen Exile“ in Frankreich, der Schweiz, Österreich und Deutschland. Diese Experimente führten zu Werken von außergewöhnlicher Modernität, darunter eindrucksvolle Landschaftsbilder, die die entfesselten Kräfte der Natur widerspiegeln.
Die Ausstellung lud dazu ein, Strindbergs Kunst aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Sein bildnerisches Schaffen wurde seinen literarischen Werken, seinen alchemistischen Experimenten und, in einem weiteren Kontext, den Gemälden großer Landschaftsmaler des 19. Jahrhunderts gegenübergestellt. Zudem wurde Strindberg als Wegbereiter der modernen Kunstkritik in Schweden sowie als zentrale Figur der Pariser und Berliner Kunstszene vorgestellt. Er verkehrte mit Paul Gauguin und Alfons Mucha im Kreis La Purée artistique sowie mit Edvard Munch in der Taverne Zum schwarzen Ferkel.


