
Making Space
40 ans d’art vidéo
1973 feiert das Video sein zehnjähriges Bestehen, und Nam June Paik schafft mit Global Groove das Werk, das zur Kultband der Videogeschichte wird. Im selben Jahr eröffnet das Musée cantonal des Beaux-Arts de Lausanne seine Videosammlung mit dem Erwerb eines Werks von Jean Otth, Limite E. Seitdem hat sich das Video auf radikal unterschiedliche Weise entwickelt – von der experimentellen Auseinandersetzung mit dem Medium bis hin zu seiner Nutzung zur Dokumentation von Aktionen, vom Fernsehbildschirm zur Projektion, von der direkten Konfrontation mit den Zuschauern bis hin zu ihrer aktiven Einbindung in den Installationsraum.
Making Space lud dazu ein, vierzig Jahre Videokunst mit großen Schritten zu durchqueren – in den von bewegten Bildern eröffneten Räumen eines Museums, das diesem Medium stets eine besondere Bedeutung beigemessen hat. Die Ausstellung bot eine einzigartige, noch nie dagewesene Perspektive auf ein Medium, das meist mit der Erfassung von Zeit und der Inszenierung von Erzählungen assoziiert wird. Sie versammelte Werke, die alle ein gemeinsames Thema hatten: die Erfassung oder Rekonstruktion von Räumen – sei es der Raum, der sich dem Betrachter eröffnet, der vom Körper des Künstlers bewohnte Raum oder jener, der durch die Präsenz des Publikums belebt wird. Die nicht chronologisch angelegte Ausstellung präsentierte Werke bedeutender Künstlerinnen und Künstler aller Generationen und lud zu einer Erkundung ein, die von den Brachflächen New Yorks zu den Metropolen der Welt, von städtischen Räumen zu imaginären Landschaften führte.
Mit Werken von
Eija-Liisa Ahtila, Judith Albert, Francis Alÿs, Emmanuelle Antille, René Bauermeister, Dara Birnbaum, Paul Chan, Silvie und Chérif Defraoui, VALIE EXPORT, Dan Graham, Joan Jonas, Kim Sooja, Ana Mendieta, Bruce Nauman, Jean Otth, Nam June Paik, Anne-Julie Raccoursier, Pipilotti Rist, Anri Sala, Gerry Schum, Richard Serra, Salla Tykkä, Bill Viola.
Die Ausstellung profitierte von großzügigen Leihgaben des MoMA, New York, des Centre Pompidou, Paris, des Kunstmuseums Bern, des Kunstmuseums Basel, der Musées d’Art et d’Histoire Genève sowie zahlreicher Leihgaben der Künstlerinnen und Künstler und ihrer jeweiligen Galerien.