
Private Leidenschaften,
Öffentliche Schätze
Wer einem Museum ein einzelnes Kunstwerk oder eine Werkgruppe schenkt, beteiligt sich aktiv an einem grossen menschlichen und kulturellen Abenteuer; er bereichert die öffentlichen Sammlungen und sichert ihre langfristige Erhaltung; er leistet einen persönlichen Beitrag zu Projekten, die einer Institution ermöglichen, ihren Hauptauftrag zu erfüllen: das Zusammentragen künstlerischer Zeugnisse für die Bildung einer zukunftsgerichteten Sammlung.
Die Ausstellung ehrt einige der Privatpersonen, die mit ihrer Grosszügigkeit die Geschichte der Waadtländer Sammlungen geprägt haben. Auf willkürliche Weise beginnt sie ihren Rückblick im ausgehenden 19. Jahrhundert, obwohl es seit der Gründung des Musée des Beaux-Arts Lausanne im Jahr 1841 zahlreiche Schenkungen gegeben hat. Die Schau möchte zeigen, wie moderne Mäzene, die ihre privaten Leidenschaften zu öffentlichen Schätzen machten, die von ihnen erworbenen Werke in Form von Schenkungen, Vermächtnissen oder Dauerleihgaben der Allgemeinheit übergaben, die gelegentlich auch Unterstützungsbeiträge zum Ankauf hochklassiger Objekte bereitstellten, in nachhaltiger Weise die wichtigste Mission des Museums förderten und fördern: das Sammeln für die Zukunft.
Auf einem Parcours, der rund 130 im Museum bewahrte Hauptwerke vereint, erfährt der Besucher, wie diskrete oder berühmte Privatsammler, von Leidenschaft beseelte Persönlichkeiten, grosszügige Stiftungen von nationalem Rang, Unternehmen, die sich für die Förderung ihrer Region engagieren, aber auch Künstler die kantonalen Sammlungen bereichert und diversifiziert, aber auch grundlegend verändert haben, indem sie ihr Vertrauen ihrem Museum schenkten.